Knöllchen fürs Kotelett

Mit den ersten Sonnenstrahlen holten die Deutschen ihren Grill aus dem Keller. Wer keinen Garten oder Balkon hat, muss ausweichen. Für das Grillen in der Stadt sind ein paar Regeln zu beachten.

ANNE MESSMER |

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Die Deutschen lieben es zu grillen. Rund 80 Prozent sagen von sich selbst, sie seien leidenschaftliche Griller. Der Durchschnittsbürger schmeißt dreizehn Mal im Jahr den Grill an. Ulm und Neu-Ulm bilden dabei keine Ausnahme.

ES ZISCHT UND BRUTZELT

Wer an einem sonnigen Tag in der Region unterwegs ist, dem steigt an vielen Stellen ein würziger Grillgeruch in die Nase. Es riecht nach Feuer, Kohle und natürlich nach leckerem Essen. Doch so viel Spaß die Grillerei auch macht, man sollte sich nicht irgendwo niederlassen und Würstchen und Co. auf den Rost legen. Denn man ist ja nicht allein in Wald und Flur. In Ulm sind wilde Grillfeuer am Donauufer oder in den Grünanlagen überhaupt nicht erlaubt. Wer erwischt wird, dem droht im schlimmsten Fall ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Das Verbot hat unterschiedliche Gründe. Zum einen können sich nicht alle fürs Grillen begeistern und fühlen sich durch Rauch und Geruch belästigt. Und zum anderen wird auch oft die Natur in Mitleidenschaft gezogen. Sei es durch Müll, der liegengelassen wird, oder durch Grills, die ohne Unterlage auf den Rasen gestellt werden und so die Grasnarbe verbrennen. Während langer Trockenperioden droht sogar die Gefahr von Waldbrand, wenn das Feuer nicht ordentlich gelöscht wurde. Doch das Grillen soll niemandem in Ulm verdorben werden. "Wir wollen niemandem die Freude am Grillen nehmen", sagt Stefan Miltz von den Bürgerdiensten, "aber damit die Freude nicht einseitig bleibt, geht es nicht ohne gegenseitige Rücksichtnahme." Auf der Internetseite der Stadt findet sich daher eine Karte mit den 18 öffentlichen Grillstellen. Dort gibt es meistens gemauerte Grills, Bänke, Tische und natürlich auch Mülleimer. Im Stadtgebiet befinden sich zum Beispiel zwei Grillplätze in der Friedrichsau: einmal auf der Wiese zwischen dem Festplatz und der Fußgängerbrücke nach Offenhausen und einmal nördlich der Fertighausausstellung auf Höhe der Böfinger Straße. Auch im Ruhetal in der Nähe der Wilhelmsburg, dem Maienwäldle, auf dem Eselsberg oder in Wiblingen sind Grillplätze verzeichnet.

GRILLEN JA, ABER MIT VERSTAND

Wer nur an ausgewiesenen Stellen grillt, seinen Müll wieder mitnimmt und niemanden durch Rauch belästigt, ist ein gern gesehener Griller und kann den Spaß in vollen Zügen genießen. Es ist damit zu rechnen, dass die Stadt Ulm auch in diesem Jahr wieder verstärkt nach Wildgrillern Ausschau hält. Denn ein paar Unbelehrbare gibt es ja immer.

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