Müllers Ulm: Mit schwerem Gerät ...

Eine Woche Sonne und blauer Himmel - das bedeutet: Nicht nur die ersten Krokusse strecken ihren Kopf aus der Erde, auch die Gärtner der Region erwachen aus dem Winterschlaf.

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Eine Woche Sonne und blauer Himmel - das bedeutet: Nicht nur die ersten Krokusse strecken ihren Kopf aus der Erde, auch die Gärtner der Region erwachen aus dem Winterschlaf.

Auch wenn es noch zwei Monate bis zu den Eisheiligen ist, die ja die magische Grenze zwischen "eiskalt" und "endlich Sommer" markieren, erwachen zuverlässig nach fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit mehr als 40 Prozent Sonnenanteilen die Lebensgeister aller Hobbygärtner. Viele haben schon den ganzen Winter über Pläne geschmiedet. Diese werden jetzt ehrgeizig in die Tat umgesetzt. Die Gärtner hantieren wie wild mit Scheren, Äxten und Motorsägen - da muss man sich wirklich nicht fragen, woher der Spruch kommt: "Der Mörder ist immer der Gärtner." Überall sieht man sie, Menschen in Gummistiefeln, mit dicken Handschuhen und Latzhosen beim Buddeln, Jäten und Zupfen. Sie leihen sich Mini-Bagger, haben Rasenmäher zum Aufsitzen und arbeiten akribisch Listen ab.

Wer Grün in S-Größe hat, also zum Beispiel einen Balkon besitzt, hat es wohl am einfachsten: Fliesen wischen, Sonnenschirm entstauben und los geht die Freiluftsaison 2017. Leute mit Terrassen oder kleinen Gärten haben es anspruchsvoller - viele wollen außerdem jedes Jahr etwas Neues pflanzen. Also Trends checken - so etwas wie Salat kopfüber züchten, neue Rosensorten in Grün oder Schwarz ausprobieren und - für ganz Ambitionierte - einen Wasserlauf planen und basteln. Die Spitze an: "Da kommt 'ne Menge Arbeit auf uns zu" ist wohl ein Schrebergarten. Freunde haben seit einigen Wochen so etwas und entwickeln sich zu echten Strebergärtnern. Die planen Kräuterschnecken, entwickeln einen eigenen Grillplatz und sogar die Hütte soll komplett neu gestrichen werden. Aber bloß nichts Klassisches! Die Ideen gehen von Münstergraffiti bis zu Schwedenrot.

Eins haben alle Gärtner gemeinsam: die Vorfreude. Darauf, wenn Ende Mai alle wichtigen Arbeiten erst mal erledigt sind und man mit dem gemütlichen Teil beginnen kann: mit dem Anfeuern des Grills.

Zitronen und Blumen

Die Zitrone der Woche geht an die Schlieren an den Fenstern und den Dreck auf der Terrasse, die jetzt bei Sonnenschein wieder richtig zur Geltung kommen - der Putzeimer lässt grüßen. Die Blume der Woche geht an neue Telefone mit 90er-Jahre-SMS-Funktion.

Stefanie Müller

Redaktionsleitung

uwo@swp.de

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