Müllers Ulm: Der Winter ist zurück

Eigentlich könnte man meinen, dass Mitte April die Zeit für Eisschlotzen und In-der-Sonne-Sitzen gekommen ist.

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Eigentlich könnte man meinen, dass Mitte April die Zeit für Eisschlotzen und In-der-Sonne-Sitzen gekommen ist.

Ha! Wer das dachte, der hat die Rechnung ohne Petrus gemacht, denn der hat nochmal weiße Flocken auf die zartgrünen Knospen rieseln lassen - und das sogar in Ulm-City und nicht nur auf der Albhochfläche.

Auch wenn wir es eigentlich alle besser wissen, haben die meisten jetzt schon Sommerreifen aufgezogen und die Südländer-Pflanzen wie Oleander und Palmen auf die Balkone gestellt. Dabei sagt doch jeder Wetterexperte, dass man auch im April durchaus noch auf Schnee eingestellt sein sollte! Trotzdem will es ja am Ende keiner wahrhaben - ich ganz vorneweg: Die Winterjacken sind im Keller, die Winterstiefel auf Hochglanz poliert, um sie im Schrank zu "übersommern" . Jetzt hab ich also eine tolle Auswahl an kurzärmeligen Oberteilen und Zehensandalen im Schrank, brauche aber Schal und dicken Pulli.

Das Verrückte daran: Auch wenn man schon zig winterkalte Frühlinge mitgemacht hat, ist man doch immer wieder erstaunt und überrascht, wenn das Wetter nicht ständig besser wird, sondern zwischendurch eben auch mal schlechter. Und jedes Jahr habe ich nach dem ersten sonnig-warmen Frühlingstag den Drang, alles auf die warme Jahreszeit vorzubereiten. Positiv ausgedrückt könnte man es wohl Optimismus nennen. Jetzt bleiben Winterjacke und Stiefel erst mal in Griffweite - es soll ja bis auf kurze Unterbrechungen kalt bleiben.

Zitronen und Blumen

Die Zitrone der Woche geht an das Mistwetter. Die Blume der Woche kommt von Leser Uli Eschle und geht an den Reptilienzoo in Schwaighofen: "Auf einer Radtour hatte ich auf einmal heftige Schmerzen in der Brust. Als wir auf Höhe Reptilienzoo waren, bat ich dort, uns ein Taxi zu rufen. Der Herr sah mich an und sagte: ,So wie Sie aussehen, brauchen Sie kein Taxi, da ruf ich den Notarzt.' Der Notarzt kam und ich wurde mit Verdacht auf Herzinfarkt nach Weißenhorn ins Krankenhaus gebracht. Der freundliche Herr hat dann noch meine Frau nach Hause gefahren und später unsere Fahrräder mit seinem Anhänger gebracht. Dafür reicht eigentlich eine Blume der Woche nicht, dafür gebührt ihm ein ganzer Strauß!

P.S.: Zum Glück war es kein Herzinfarkt, nach Untersuchungen wurde ich wieder entlassen."

Stefanie Müller

Redaktionsleitung

uwo@swp.de

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