Nachtaktiv: Na dann mal alles Gute

Happy Birthday, Kunsthalle Weishaupt! Seit einem Jahrzehnt erfreut die Galerie bereits Kunstliebhaber. Zehn Jahre hat sie jetzt schon auf dem Buckel und der Ulmer Innenstadt jede Menge spannender Geschichten beschert.

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Happy Birthday, Kunsthalle Weishaupt! Seit einem Jahrzehnt erfreut die Galerie bereits Kunstliebhaber.

Zehn Jahre hat sie jetzt schon auf dem Buckel und der Ulmer Innenstadt jede Menge spannender Geschichten beschert. Wenn Musiker nach solch einer langen Zeit eine Best-of-Scheibe raushauen, dann kann das die Kunsthalle Weishaupt mit einer Ausstellung zum Zehnjährigen schon lange. Fleißige Leser dieser Kolumne wissen ja, dass ich mich auf die Presseführungen immer freue. Es ist einfach schön, wenn man in dieser überschaubaren Runde etwas über die ausgestellten Kunstwerke erfährt. Leider muss ich Sie gleich am Anfang ein bisschen enttäuschen: Schief gegangen ist bei mir dieses Mal - im Gegensatz zu früheren Terminen in der Kunsthalle - nichts. So können wir uns aufs Wesentliche konzentrieren: die Kunst.

Rückblick:

Wie alles begann

Das vom Münchner Architekten Wolfram Wöhr entworfene Gebäude wurde im November 2007 eröffnet. Und irgendwie wundert es einen nicht, dass Wöhr mal ein Mitarbeiter von Richard Meier war, der wiederum den Meier-Bau, also das Ulmer Stadthaus, entworfen hat.

Ich kann mich noch gut an die hitzigen Diskussionen um die Neugestaltung der Innenstadt erinnern. Irgendwie scheint das "Dagegen" hier in die Region dazuzugehören. Aber genauso gehört es auch mit dazu, dass die Neue Mitte mit ihren drei Gebäuden aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist und einen festen Platz in den Ulmer Herzen hat. Ganz tief wird im Inneren auch der ärgste Kritiker mittlerweile beschwichtigt sein. Dass der Grundstock der Weishaupt'schen Sammelleidenschaft vom Großvater gestartet wurde, war mir neu.

Nicht verwunderlich ist aber, dass dieser damals über das Netzwerk der HfG infiziert wurde. Neidisch darf man darauf sein, dass Andy Warhol in Schwendi vier Portraits des Firmengründers gemalt hat. Dass der Sohnemann von Siegfried Weishaupt mit seiner Frau der Kunst verfallen ist, ist fast schon fast eine logische Folge.

Da bleibt einem

die Spucke weg

Den Kunstvirus trägt nun in dritter Generation die Tochter Kathrin Weishaupt-Theopold in sich. Die studierte Kunsthistorikerin ist die Leiterin der Kunsthalle und erklärte die ausgestellten Werke. Angenehm sind die ab und an eingestreuten und persönlichen Anekdoten von Siegfried Weishaupt. Ich kann nur empfehlen: Gehen Sie vorbei und machen Sie eine Führung mit. Auch wenn Sie mit dem ein oder anderen Bild nichts anfangen können, die Auswahl ist so vielfältig, da bleibt Ihnen auf jeden Fall die Spucke weg. Spätestens dann, wenn sie sehen, was Robert Longo mit ein bisschen Kohle aufs Papier zaubert.

Info

Mehr auf www.kunsthalle-

weishaupt.de

Frede Ferber

uwo@swp.de

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