Nachtaktiv: Nachtfahrt

Samstagabend und ich bin wieder hoffnungslos zu spät dran. Der Ferientrödelmodus hat sich breitgemacht ... Das Wort "eigentlich" bekommt wieder eine erdrückende Schwere. Eigentlich wollte ich ja in die Friedrichsau zu "Rock gegen Rechts" im Liederkranz gehen.

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Samstagabend und ich bin wieder hoffnungslos zu spät dran. Der Ferientrödelmodus hat sich breitgemacht ...

Das Wort "eigentlich" bekommt wieder eine erdrückende Schwere. Eigentlich wollte ich ja in die Friedrichsau zu "Rock gegen Rechts" im Liederkranz gehen. Doch der Abendspaziergang hatte sich so dermaßen nach hinten verzögert, dass ich erst um 21 Uhr am Biergarten vorbeigeradelt kam. Immerhin, der war zur Hälfte gefüllt und ein "Sing-a-Songwriter" spielte fröhlich vor sich hin. Leider war ich in Eile, da ich zum 40. Geburtstag von Saxophonist Ralf Ritscher eingeladen war. Und wenn Ulms beste Tröte schon mal auffährt, muss man da hin. Weiter ging es am Stadion vorbei, da tummelten sich die durchtrainierten Jugendlichen bei der deutschen Leichtathletikmeisterschaft.

Klar, dass an einem solchen Abend die LED-Fahrradlampe schlapp macht. Zum Glück hatte der Asiashop am Berliner Platz noch offen und verkaufte mir das rettende Päckchen Ersatzbatterien. In der Innenstadt pulsierte das Leben. Ein schöner warmer und starker Wind wehte durch die Gassen und sorgte für mediterrane Stimmung. Der neue Schmelztiegel ist am Judenhof: Man trifft sich am "Damn Burger" und setzt sich draußen um "die Bar". In der Neuen Mitte sorgt der neue Barfüßer für ordentlich Leute. Ich freu mich an den schickgemachten Menschen und schleiche weiter durch die Hirschstraße. Was mich dann doch irritiert: aus Henry's Coffeeworld kommt lauter HipHop. Aus den Shisha-Bars Richtung Kuhberg riecht es fürchterlich süßlich. Ich bin froh "Ü40" zu sein, da muss man diesen Quatsch nicht mehr mitmachen.

Sommer-Sonntag

Am Sonntag haben wir dann das vierte US-Car-Treffen im Donautal besucht. Die Party fand auf den Parkplätzen von Iveco statt. Nicht wirklich romantisch, dafür aber mit sehr schicken Autos, feiner Livemusik und angenehmen Preisen. Eine gute Sonntagsbeschäftigung für Jung und Alt. Bei der Masse an schicken Fahrzeugen konnte jeder eine Runde träumen. Am Spätnachmittag musste ich mich noch austoben und bin zum Schwimmen ins Donaubad gefahren. Zufälligerweise fand da der Arschbombenwettbewerb - auf Neudeutsch "Splashdiving" - des Jump & Fun-Wochenendes statt. Warum einige der Springer vier Badehosen übereinander angehabt haben und trotzdem einen kollektiven Schmerzensjauler der Zuschauer provozierten, erklärt sich mit der Springfigur "Brett". Einfach mal anschauen und vom Zehner nachmachen:

www.splashdiving.com

Frede Ferber

uwo@swp.de

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Zum Schluss

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