Nachtaktiv: Meine Nacht

Für mich ist die Kulturnacht das Highlight in den beiden Donaustädten. Vorausgesetzt, ich habe kein Konzert zu spielen oder liege krank im Bett. Ich genieße es, einfach mal draufloszulaufen und mich treiben zu lassen. Am liebsten von der Oststadt ins Stadtzentrum.

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Für mich ist die Kulturnacht das Highlight in den beiden Donaustädten. Vorausgesetzt, ich habe kein Konzert zu spielen oder liege krank im Bett.

Ich genieße es, einfach mal draufloszulaufen und mich treiben zu lassen. Am liebsten von der Oststadt ins Stadtzentrum. Irgendwo wird mich die Nacht schon rausspülen. Meistens trifft man beim Flanieren sowieso irgendeinen aus der Szene, der gut vorbereitet ein paar gute Tipps parat hat. Oder man schließt sich ganz spontan den Bekannten an. In dieser Nacht trifft man auf jeden Fall immer irgendeinen. 103 Orte sind zu entdecken, 500 Menschen wirken mit, da schafft man es nicht, alles zu besuchen. Für zehn Euro Eintritt bekommt man aber die geballte Kulturladung ab, da kann der Schwabe sich keinen Meter beschweren. Zentrum, Nord, Süd, West und Ost, in diese fünf Bereiche wurde die Nacht der Nächte auf die Übersichtskarte gepackt. Klasse, wer von den kleinen Veranstaltungsorten alles mitmacht, denn gerade die machen ja auch den Charme der Kulturnacht aus. An

ungewöhnlichen Locations Schönes genießen. Wer auf Livemusik steht und dies als

Filterfunktion auf der Webseite anklickt, wird mit einer gesunden Auswahl von 77 verschiedenen Spots erschlagen. Da gibt es zum Beispiel Stummfilm und jazzige Livemusik im Haus der Museumsgesellschaft. Das Schöne an den neuen Medien ist, dass Sie gleich auf weitere Links der Künstler klicken können. Da können Sie einfach die Songs des Ulmer Duos Schöfisch und Rueß auf Bandcamp anhören und ein bisschen in der Bio stöbern. Die zwei Ulmer spielen ab 20 Uhr am Café Stella. Im

Eiscafé Rialto singt Bárbara Moreno aus der Dominikanischen Republik. Die Temperamentvolle wird von Utz Grimminger an der Gitarre begleitet. Punkrock, der auch nach früher klingt, hauen "Rampenbüro" in der Olga raus. Wer genau wie meinereiner eigentlich auf das Open Air von "Liffey Looms" ins Glacis gehen wollte und vom fiesen

Regen abgehalten wurde, kann nach Neu-Ulm in die Stadtbibliothek spazieren. Da hört man das Duo ab 19.30 Uhr. Knapp 50 Veranstaltungen gibt es unter der Rubrik "Bildende Kunst und Darstellung" und 23 unter "Literatur". Für Familien

rentiert sich die Kulturnacht sowieso: 19 Veranstaltungen ab 15 Uhr.

Umsonst mit Bus und Bahn fahren gibt es obendrauf. Alle öffentliche Verkehrsmittel im DING-Gebiet können genutzt werden. Dazu zählen die Stadt Ulm, die Kreise Alb-Donau, Biberach und Neu-Ulm. Die Einzigen, die früher ins Bett sollten, sind die Sportler. Die müssen ihre Kräfte schonen für den Einsteinmarathon am Sonntag.

Frede Ferber

uwo@swp.de

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