Sensible Helfer

CLAUDIA WOHLHÜTER Das US-Patent mit der Nummer 743801 - dahinter verbirgt sich eine Erfindung, die Autofahrern jeden Tag mehr oder wenige klare Sicht verschafft.

SWP |

CLAUDIA WOHLHÜTER

Das US-Patent mit der Nummer 743801 - dahinter verbirgt sich eine Erfindung, die Autofahrern jeden Tag mehr oder wenige klare Sicht verschafft. 1903 meldete die Amerikanerin Mary Anderson ihre Idee, eine Gummilippe über das Glas zu ziehen und so Wasser und Schmutz zu entfernen, zum Patent an. Natürlich wurden die Scheibenwischer seither weiterentwickelt, allerdings sind der Verbesserung Grenzen gesetzt, sprich: Es handelt sich nach wie vor um sehr sensible Teile, die leicht beschädigt und dann zum Sicherheitsrisiko werden können. "Förmlich Gift für den Scheibenwischer ist es, ihn als Eiskratzer einzusetzen", warnt TÜV-Experte Eberhard Lang. Deshalb sollten Autofahrer nach frostigen Nächten vor dem Start die Windschutzscheibe vollständig von Eis und Eisresten befreien.

VORSICHT BLINDFLUG

Aber auch normaler Verschleiß macht den feinen, inzwischen auf Bruchteilen von Millimetern geschnittenen Wischerblättern zu schaffen. Schon kleinste Scharten hinterlassen im Wischerfeld Streifen, welche die Sicht behindern. Zwar stellen verschlissene Wischergummis bei der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung nur einen geringen Mangel dar und Autofahrer erhalten trotzdem die Prüfplakette. "Gleichwohl sind sie ein Risiko für die Verkehrssicherheit, denn Schlieren und Verschmutzungen auf der Windschutzscheibe verschlechtern vor allem bei Nässe die Sicht und erhöhen bei Dunkelheit die Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge", so Lang. Im schlimmsten Fall wird die Autofahrt sekundenlang zu einem Blindflug.

Wenn der Scheibenwischer Schlieren zieht, kann man zunächst versuchen die Wischerlippen mit einem weichen und feuchten Lappen zu reinigen. Gift sind vermeintliche Hausmittelchen und Spartipps wie Brennspiritus als Wischwasser- und Frostschutzlösung. "Damit erzielt man keine ausreichende Reinigungswirkung und die Wischgummis verspröden", so Lang.

Er empfiehlt, fertige oder konzentrierte Frostschutz- und Reinigungsflüssigkeiten zu verwenden. "Wenn man die Wischerarme zum Eiskratzen oder Reinigen abgeklappt hat, sollte man sie anschließend behutsam wieder auf die Scheibe setzen, sonst können sich die Metallbügel der Wischerblätter verbiegen und der Anpressdruck ist nicht mehr auf ganzer Länge der Wischlippe gleich." Die Folgen sind Schlieren oder ein Rubbeln der Scheibenwischer.

SELBER AUSTAUSCHEN

Einen Austausch kann man in den meisten Fällen in Eigenregie vornehmen. Der Zubehörhandel hält für die gängigen Fahrzeugtypen entsprechenden Ersatz bereit. "Dabei sollte man allerdings auf den genauen Typ achten", empfiehlt der Experte. Erfahrungsgemäß sind die Produkte namhafter Anbieter auf Dauer die bessere Wahl gegenüber Discountangeboten. Beim Kauf neuer Wischer sollten Autofahrer zudem möglichst einen Händler wählen, der viele Scheibenwischer verkauft. Mit zunehmendem Alter der Gummilippen lässt nämlich die Wischqualität nach - das gilt auch, wenn sie nur im Regal stehen. Beim Wechsel ist Sorgfalt angesagt. Ein Wischerarm, der ungebremst auf die Windschutzscheibe knallt, kann schnell

einen Sprung im Glas verursachen. Wenn man den alten Wischer abnimmt und in gleicher Position neben den Wischerarm legt, erleichtert das die Montage. Das neue Wischerblatt muss hörbar einrasten.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Warum man mit Energiesparlampen ...

Die modernen Glühlampen sind gut für die Umwelt, weil sie Energie sparen, aber schwierig zum Entsorgen.

Energiesparlampen schonen das Klima, weil sie viel weniger Strom verbrauchen als die alten Glühbirnen. Doch wenn sie zerbrechen, ist Vorsicht angesagt – vor allem, wenn sie Quecksilber enthalten. mehr

Studie: Meiste Reiche leben in ...

Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Reichen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor. mehr

Mückenplage droht – ...

Wo kommt sie vor? Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus).

Deutschland droht eine Stechmückenplage. Der Grund: das feuchtwarme Wetter. Experten bitten darum, Mücken zu fangen und einzusenden. mehr