Nur kein Blindflug

CLAUDIA WOHLHÜTER, DTD Fahrschule und die erste Nachtfahrt - sicher kann sich der eine oder andere noch an das mulmige Gefühl erinnern, zum ersten Mal bei Dämmerung ein Fahrzeug zu lenken.

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CLAUDIA WOHLHÜTER, DTD

Fahrschule und die erste Nachtfahrt - sicher kann sich der eine oder andere noch an das mulmige Gefühl erinnern, zum ersten Mal bei Dämmerung ein Fahrzeug zu lenken. Auch viele Autofahrer, die schon längst den Führerschein in der Tasche haben, fahren bei Dunkelheit nach wie vor ungern. Tatsächlich passieren laut Statistik die meisten Unfälle bei Dämmerung oder nachts.

AB ZUM AUGENARZT

Einer der Hauptgründe für das erhöhte nächtliche Unfallrisiko: Schon kleinste Sehfehler werden in der Nacht zum großen Problem. Wer das Gefühl hat, bei Dunkelheit schlechter zu sehen, sollte daher unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Nach Schätzungen des Berufsverbands der Augenärzte passieren jährlich rund 300.000 Unfälle, weil Verkehrsteilnehmer nicht ausreichend gut sehen.

Grundsätzlich sollte man sich bei Nachtfahrten bewusst sein, dass die eigene Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit in der Regel durch den natürlichen Biorhythmus eingeschränkt ist. Also sollte man entsprechend langsamer und vorsichtig fahren. Tatsächlich sind die meisten Autofahrer nachts aber schneller unterwegs. Zum einen, weil weniger Autos auf den Straßen sind. Zum anderen, weil das Auge nachts am Straßenrand weniger wahrnimmt - und daher die Geschwindigkeit eher unterschätzt wird.

DIE RICHTIGE

EINSTELLUNG

Die richtige Einstellung sowie die perfekte Funktion der Scheinwerfer bilden die Grundlage für jede Fahrt im Dunkeln. Wer die Beleuchtung regelmäßig prüft, ist sicherer unterwegs. Der Check gehört zu den Pflichtaufgaben, um das Fahrzeug sicher durch die Nacht zu bringen. Die Scheinwerfer sollte man regelmäßig mit einem weichen Schwamm und einem milden Reinigungsmittel säubern. Auch die Scheiben rund um das Auto sollten innen und außen gründlich gereinigt werden. Schlieren und Schmutz auf dem Glas lassen das einfallende Licht anderer Fahrzeuge gefährlich flimmern und beeinträchtigen ganz allgemein die Sicht.

HELL-DUNKEL-GRENZE

Daneben sollten Autofahrer auf die richtige Sitzposition achten. Fällt das Licht entgegenkommender Fahrzeuge in die Augen des Fahrers, ermüdet er schneller. Der ADAC rät, so hoch wie möglich zu sitzen, da die Hell-Dunkel-Grenze der Scheinwerfer normalerweise unterhalb der Augenhöhe der entgegenkommenden Fahrer liegt. Je höher man sitzt, desto größer die Chance, dass man auch bei Bodenwellen oder unebenen Fahrbahnen nicht geblendet wird. Auf keinen Fall sollte man direkt in die Scheinwerfer der entgegenkommenden Fahrzeuge schauen. Wenn man geblendet wird, ist die eigene Sehfähigkeit für einen Moment so beeinträchtigt, dass man sich selbst und andere akut in Gefahr bringt.

Experten empfehlen, auf die rechte Seitenlinie zu blicken, da das Gegenlicht so nicht in den schärfsten Sehbereich der Augen fallen kann. Auch der richtige Einsatz der Scheinwerfer erhöht die Sicherheit. Solange kein anderes Auto auf der Gegenfahrbahn auftaucht, sollte man auf jeden Fall das Fernlicht benutzen, um die Umgebung so gut wie möglich auszuleuchten.

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