Erst prüfen, denn teilen

PETER LÖSCHINGER/DPA Süße Hundewelpen wurden in einem Fluss ertränkt? Oder Prinz William und Kate haben sich getrennt? Bei solchen Meldungen in sozialen Netzwerken sollten Nutzer sich ein paar Minuten Zeit nehmen, bevor sie diese liken oder gar teilen.

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PETER LÖSCHINGER/DPA

Süße Hundewelpen wurden in einem Fluss ertränkt? Oder Prinz William und Kate haben sich getrennt? Bei solchen Meldungen in sozialen Netzwerken sollten Nutzer sich ein paar Minuten Zeit nehmen, bevor sie diese liken oder gar teilen. Das rät die Fachzeitschrift "c't", um keiner gefälschten Nachricht - sogenannten Fake News - aufzusitzen. Mindestens zwei Minuten sollten Nutzer ihrem Impuls nicht nachgeben und versuchen, die Echtheit zu klären. Wer von einer Quelle noch nie etwas gehört hat, sollte schauen, ob sie überhaupt existiert. Dazu kann man zum Beispiel im Impressum der Seite nachschauen. Ist eine Homepage ganz neu, könne das ebenfalls ein Indiz für eine Fake-News-Seite sein.

MEHR SCHEIN

ALS SEIN

Auch Satireseiten wie der "Der Postillion" oder der "World News Daily Report" als Urheber für eine vermeintliche echte Nachricht sollten User ausschließen. Kommt die Meldung angeblich von einer Person oder Firma direkt? Hier weisen etwa Facebook und Twitter durch blaue Symbole mit einem Haken neben dem Namen des Accounts auf von ihnen auf Echtheit geprüfte Auftritte hin. Ist das nicht der Fall, besser das Profil genau prüfen. Welche und wie viele Freunde hat die Person? Postet sie besonders viel zu ganz speziellen Themen und ist der Account ausschließlich mit vergleichbaren verknüpft? Dann könnte es sich auch um einen sogenannten Bot - ein Computerprogramm - handeln.

Der Blick auf eine eventuell vorhandene Webseite der Person könnte ebenfalls helfen. Den Vorschautext, der etwa bei Facebook aufläuft, können Verfasser so entstellt haben, dass er mit der Nachricht nichts mehr zu tun hat.

FAKE NEWS

ENTLARVEN

Oder sie reißen Bilder und Videos komplett aus dem Zusammenhang. Ein Tipp: Das Bild per Rückwärtssuche bei Google oder etwa TinEye hochladen. Die zeigen dann dasselbe Bild oder ähnliche Fotos an. Eine andere Möglichkeit: Beim Verein "Mimikama" lässt sich über Stichwörter nach Falschmeldungen suchen, die beispielsweise auf Twitter, WhatsApp und anderen Kanälen gelaufen sind.

Doch wer verbreitet solche falschen Meldungen eigentlich? "Das sind Verschwörungstheoretiker oder auch hyperaktive radikale Kräfte, die ihre politische Agenda vorantreiben wollen", erklärt der "c't"-Redakteur Jo Bager in einer Mitteilung. Andere wiederum wollen mit der Erregung der Menschen aber einfach nur Geld verdienen: Sie spekulieren darauf, dass man die Falschnachricht anklickt und auf ihrer Webseite landet, wo dann Werbung Geld bringen soll.

Info

Wer wissen möchte, wie lange eine Website schon existiert, kann dies unter whois.

domaintools.com einsehen. Auf der Seite des Vereins "Mimikama" www.hoaxsearch.com lassen sich Fake News per

Stichwort finden.

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