Schnurren und Knurren

Hunde haben Herrchen, Katzen Personal - das ist nicht nur ein Spruch, sondern trifft die Unterschiede zwischen beiden Arten ganz gut.

PAULINE SICKMANN/DPA |

Hunde haben Herrchen, Katzen Personal - das ist nicht nur ein Spruch, sondern trifft die Unterschiede zwischen beiden Arten ganz gut. Hunde sind seit Jahrtausenden domestiziert und dem Menschen sehr zugeneigt, erklärt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Katzen dagegen leben noch nicht lange beim Menschen und sind deshalb viel eigenständiger. Trotz aller Unterschiede ist es aber in vielen Fällen möglich, die Tiere gemeinsam zu halten. Bei der Wahl des Tieres und im Alltag müssen Besitzer nur einiges beachten.

Damit man die Tiere gemeinsam halten kann, müssen sie richtig erzogen sein: Beide sollten in Anwesenheit des anderen Tiers entspannt bleiben und im Notfall auf Kommandos des Menschen reagieren. Der Hund sollte zuverlässig auf Abruf- und Abbruchsignale wie "Bei Fuß" oder "Lass" hören. Katzen könnten durch ein Clickertraining ebenfalls bestimmte Verhaltensweisen lernen, erklärt Schmitz. "Die Katzen- und Hundesprache ist sehr verschieden", meint die Tierexpertin.

ZUSAMMEN AUFWACHSEN LASSEN

Hunde könnten beispielsweise das Schnurren der zufriedenen Katze als bedrohliches Knurren interpretieren. Je jünger die Tiere sind, desto einfacher ist es, sie an das andere Tier gewöhnen. Das Zusammenführen der Tiere sollte nach und nach erfolgen. Zunächst sei es ratsam, die Vierbeiner an den Geruch des jeweils anderen zu gewöhnen. Eine andere Möglichkeit ist, das Haustier mit zum Aussuchen des neues Tieres zu nehmen, sagt Hundetrainer Heiko Kasner: "So kann der Halter schauen, wie die Tiere aufeinander reagieren." Bestenfalls seien die Tiere bei diesem ersten Treffen durch ein Gitter getrennt.

Auch im Alltag sollten Hunde und Katzen zunächst räumlich getrennt werden - eine geschlossene Tür zwischen zwei Räumen bietet sich hier an. In den Anfangstagen leint man den Hund sicherheitshalber lieber an und lässt ihn im Zweifel einen Maulkorb tragen. "Am besten nimmt man sich in dieser Zeit Urlaub, damit man in jeder Situation schnell reagieren kann," sagt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Man wisse schließlich nicht, wie die Vierbeiner auf das Klingeln an der Haustür oder Umgebungsgeräusche reagieren, und könne bei Problemen schnell eingreifen.

JEDER BRAUCHT PLATZ FÜR SICH

Außerdem sollten Halter für beide Tiere von Beginn an Rückzugsräume einrichten und darauf achten, dass der andere Vierbeiner diesem Ort fernbleibt. Beispielsweise sollte das Katzenklo ebenso wie der Schlafplatz an einem geschützten Ort stehen. Um Rivalitäten beim Fressen zu vermeiden, füttern Halter beide Tiere am besten immer gleichzeitig, rät Schmitz. Auf keinen Fall sollten sich die Tiere einen Napf teilen: Besser sei es, sie in einiger Entfernung voneinander aufzustellen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Warum man mit Energiesparlampen ...

Die modernen Glühlampen sind gut für die Umwelt, weil sie Energie sparen, aber schwierig zum Entsorgen.

Energiesparlampen schonen das Klima, weil sie viel weniger Strom verbrauchen als die alten Glühbirnen. Doch wenn sie zerbrechen, ist Vorsicht angesagt – vor allem, wenn sie Quecksilber enthalten. mehr

Studie: Meiste Reiche leben in ...

Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Reichen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor. mehr

Mückenplage droht – ...

Wo kommt sie vor? Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus).

Deutschland droht eine Stechmückenplage. Der Grund: das feuchtwarme Wetter. Experten bitten darum, Mücken zu fangen und einzusenden. mehr