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14.07.2021 Vor Ort

DonauWelle in der Stadt

Souvenirs Ein Spaziergang durchs Ulmer Fischerviertel lässt Urlaubsstimmung aufkommen. Wer durch die Fischergasse spaziert, kann der „DonauWelle“ einen Besuch abstatten.

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in verregneter Sommernachmittag in der Ulmer Altstadt. Ein paar Touristen spazieren suchend umher und erkundigen sich nach dem Weg zum Zunfthaus der Schiffleute. Andere Passanten schlagen schnurstracks den Weg Richtung Fischergasse 15 ein, um der „DonauWelle“ einen Besuch abzustatten. Wie zum Beispiel zwei Damen mit Hund, die dort eben ein „Geschenkle“ erstanden haben. Nun stärken sie sich mit einer Tasse Kaffee für ihren weiteren Bummel durch Ulms Gassen. „Die DonauWelle ist eine Einrichtung des RehaVereins“, sagt deren ehemaliger geschäftsführender Vorstand Heiner Schrottenbaum, der das Amt vorübergehend wieder aufgenommen hat, bis seine Nachfolgerin aus der Elternzeit zurück ist. Zum Verein zählen noch weitere sozialpsychi­atrische und sozialintegrative Dienste und Einrichtungen in Ulm, Heidenheim und dem Alb-Donau-Kreis. „Vor sieben Jahren wurde die ,DonauWelle’ gegründet, da wir einen Ort mitten in der Stadt, also mitten im Leben haben wollten, wo wir Produkte unserer Ulmer Werkstätten und Kooperationspartner präsentieren und verkaufen können.“

NÜTZLICHES
UND SCHÖNES

Ein farbenfroher Ort ist der Laden in der Ulmer Altstadt, ein Kunstwerk: „Wahrscheinlich haben wir das größte Wandgemälde von Ulm. Unsere Innenräume hat die Künstlerin Marianne Hollenstein gestaltet“, erzählt Schrottenbaum. „Und das Besondere an unseren Waren ist, dass sie von Menschen mit Handicap erdacht und gefertigt werden“, ergänzt Gudrun Arndt, die seit den Anfängen im Jahr 2014 zum Verkaufsteam zählt. Zur Zeit ist das ehrenamtliche Verkaufsteam damit beschäftigt, neue Waren in die Regale zu räumen. „Jeder aus unserem drei- bis vierköpfigen Team hat so seinen Aufgabenbereich“, sagt Arndt. Ins Schaufenster hat sie eine große Holzeisenbahn dekoriert, „die bestimmt nicht nur kleinen Kindern Freude macht“. Bunte Blumenköpfe aus Glas warten darauf, dass sie mit ihren zarten Metallstangen in Beete gesteckt werden, um als Deko zwischen natürlichen Pflanzen bewundernde Blicke auf sich zu ziehen. Ein großes Paket mit Insektenhotels, Einweg-Vogelfutterhäuschen und sogenannten „Bienen-Büfetts“ ist auch im Laden angekommen. Praktikantin Lena Beier von der Gustav-Werner-Schule ist mit dem Auspacken beschäftigt.

AUF DEN VOGEL
GEKOMMEN

Inzwischen hat ein Pärchen den Weg in den Laden gefunden. Die beiden lassen ihren Blick über die Regale schweifen, die mit nützlichen und schönen Dingen bestückt sind. Dabei fällt dem Betrachter immer wieder der Ulmer Spatz ins Auge. „Auf zweifarbigen Glasuntersetzern aus Filz, die man wenden kann“, erklärt Arndt. Auf hölzernen Magneten, auf Salatbestecken, Servierbrettern und als Dekoanhänger für den Schlüsselbund oder in edlerer Form aus verschiedenen Holzarten, um das Zuhause zu schmücken. „Unser Berblinger Spatz ist nicht nur bei Touristen beliebt.“ Nachdem das 250. Jubiläumsjahr für den Schneider von Ulm 2020 ins Wasser fiel, holen sich auch die Ulmer den „kühnen Vogel“ nach Hause.

DonauWelle

Die „DonauWelle“ in der Ulmer Fischergasse 15 hat geöffnet immer dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, so wie samstags von 11 bis 17 Uhr.

Mehr Infos über den Laden, zum RehaVerein und seinen weiteren Einrichtungen unter www.rehaverein.de

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